Entwicklung eines neuen hochselektiven Tight-Junction-targetierenden Antikörpers zur Behandlung von Ovarialkarzinomen

Entwicklung eines neuen hochselektiven Tight-Junction-targetierenden Antikörpers zur Behandlung von Ovarialkarzinomen

Monoklonale Antikörper haben sich neben Operation, Strahlen- und Chemotherapie als vierte Säule in der multimodalen Therapie verschiedener maligner Erkrankungen fest etabliert. Um das gesamte therapeutische Potential monoklonaler Antikörper zu nutzen, sollte die Zielstruktur die eindeutige Diskriminierung zwischen Tumorzellen und gesunden Zellen erlauben. Ein ideales Antigen für therapeutische Antikörper mit hoher Potenz und fehlender Toxizität sollte daher selektiv auf Tumorzellen exprimiert werden und in sämtlichen Normalgeweben nicht nachweisbar sein.

Wir haben einen idealen monoklonalen Antikörper (IMAB) entwickelt, der gegen eine Zielstruktur gerichtet ist, die exklusiv in Ovarialkarzinomen und nicht in gesunden Normalgeweben vorkommt. Das Ovarialkarzinom oder Eierstockkrebs macht gegenwärtig etwa 5% aller Malignome bei Frauen aus und stellt nach wie vor eine Erkrankung mit hohem „unmet medical need“ dar. Eierstockkrebs ist die achthäufigste Krebsart und weltweit die siebthäufigste Krebstodesursache bei Frauen, in den G7-Staaten sogar die fünfthäufigste. Jedes Jahr wird bei schätzungsweise 225.500 Frauen auf der ganzen Welt ein Ovarialkarzinom diagnostiziert, und rund 140.200 Betroffene sterben an der Erkrankung. Die Häufigkeit des Ovarialkarzinoms nimmt mit dem Alter zu, das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 60 Jahren.

Ziel des Vorhabens innerhalb des Clusters Ci3 ist die Entwicklung des IMAB bis hin zur klinischen Testung für die Behandlung von Ovarialkarzinomen.

Keywords 

  • monoklonaler Antikörper
  • Ovarialkarzinom
  • tumor-spezifisches Antigen

Image