Entwicklung neuer diagnostischer Verfahren für die serologische Labordiagnose von Infektionen mit Bartonella spp.

Entwicklung neuer diagnostischer Verfahren für die serologische Labordiagnose von Infektionen mit Bartonella spp.

In diesem Projekt steht die Weiterentwicklung der serologischen Diagnostik bei Infektionen mit Bartonella henselae, dem Erreger z. B. der Katzenkratzkrankheit und anderer Infektionserkrankungen des Menschen, im Vordergrund. Die häufig unterdiagnostizierten bakteriellen Infektionserkrankungen werden durch serologische Verfahren, die im Prinzip seit 1992 nicht wesentlich weiterentwickelt worden sind, diagnostiziert. Diese Diagnostik ist zwar weltweit anerkannt, jedoch im Hinblick auf Sensitivität, Spezifität, Standardisierbarkeit und Herstellungsmethodik deutlich verbesserungsfähig. In dem hier beantragten Vorhaben soll diese bisher eingesetzte serologische Methodik (Immunfluoreszenztest mit Antigen aus infizierten Zellkulturen) durch Einsatz innovativer Erfindungen weiterentwickelt, vereinfacht und verbessert werden. Ziele des Projektes sind demzufolge (i) die systematische Evaluation der Möglichkeit, Bartonella-Adhäsin A (BadA) exprimierende B. henselae-Stämme in neuartigem Flüssigkultur-Medium zu kultivieren und nachfolgend als Antigen in den Herstellungsprozess der Immunfluoreszenztests einzuführen, (ii) die systematische Evaluation von rekombinant exprimiertem BadA in die serologische Diagnostik von Bartonella-Infektionen zum Nachweis spezifischer Antikörper via Immunfluoreszenz oder Immunoblotting, (iii) die Evaluation von Sensitivität und Spezifität der unter (i) and (ii) genannten Methoden unter Einsatz einer definierten Serumbank sowie (iv) die Bestimmung einzelner immundominanter Domänen von BadA als spezifische diagnostische Zielmoleküle zur weiteren Entwicklung (z. B. für sog. "Line-blots").

Keywords 

  • Bakterien
  • Zoonosen
  • Infektionsdiagnostik
  • Antikörper

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